Dein Weg zum passenden Kissen: Eine Anleitung zur Selbstbestimmung
- Tim Böge

- 6. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Nicht jedes Kissen passt zu jedem Hals. Um das Ziel , eine Entlastung der Nackenmuskulatur und die korrekte Stütze der Halswirbelsäule (HWS), zu erreichen, musst du deine individuellen Maße kennen. Mit dieser Anleitung kannst du in 3 Schritten ermitteln, welcher Kissen-Typ, welche Höhe und welche Form für deine "Ausgangslage HWS" optimal sind. Für die Unentschlossenen: Unter diesem Blogbeitrag befindet sich eine Liste meiner persönlichen Empfehlungen.
Schritt 1: Bestimme deinen HWS-Typ (Die Analyse)
Stelle dich seitlich vor einen Spiegel und betrachte deinen Hals in neutraler Haltung (geradeaus schauen).
Typ A: Die ausgeprägte Krümmung (Lordose)
Merkmal: Dein Hals macht einen deutlichen Bogen nach innen, der Hinterkopf wölbt sich stärker nach hinten raus.
Bedarf: Du brauchst ein Kissen, das diesen Hohlraum aktiv ausfüllt, um die HWS zu stützen.
Typ B: Der flache Hals
Merkmal: Dein Nacken verläuft eher gerade und flach vom Rücken zum Kopf.
Bedarf: Ein zu hohes oder stark geformtes Kissen würde deinen Kopf unnatürlich abknicken. Du benötigst eine flachere Unterstützung.
Schritt 2: Die richtige Höhe ermitteln (Das Messen)
Die Kissenhöhe ist der wichtigste Faktor, um Nackenprobleme zu vermeiden. Sie hängt davon ab, wie breit deine Schultern sind und wie tief du in deine Matratze einsinkst.
So misst du selbst (am besten mit einer zweiten Person):
Die Position: Stelle dich seitlich (mit der Schulter) an eine Wand. Lasse dabei aber genau so viel Platz zur Wand, wie du normalerweise in deine Matratze einsinkst (bei einer harten Matratze stehst du fast an der Wand, bei einer weichen Matratze hast du etwas Abstand).
Das Messen: Miss nun den Abstand von deinem Hals (seitlich) bis zur Wand.
Das Ergebnis: Dieser Abstand entspricht grob der benötigten Kissenhöhe im unkomprimierten Zustand.
Faustregel: Breite Schultern + harte Matratze = Hohes Kissen nötig.
Faustregel: Schmale Schultern + weiche Matratze = Flaches Kissen nötig.
Schritt 3: Form und Material wählen
Basierend auf deiner Analyse (Schritt 1) und deinen Maßen (Schritt 2) kannst du nun entscheiden.
Die Form:
Für Typ A (Starke Krümmung): Greife zu einem Nackenstützkissen mit Wellenform. Die höhere Seite der Welle füllt die Lücke zwischen Schulter und Kopf (Lordose) perfekt aus.
Für Typ B (Flacher Hals): Ein klassisches Kissen oder ein sehr flaches Wellenkissen ist oft besser, um eine Überstreckung zu vermeiden.
Das Material:
Hast du akute HWS-Probleme? Laut Studienlage (Chun-Yiu et al., 2021) solltest du zu einem Kissen aus Latex oder mit Federkern greifen. Diese bieten eine hohe Punktelastizität und stabile Stützkraft.
Bist du beschwerdefrei? Wähle das Material, das sich für dich gut anfühlt (z.B. Viscoschaum für ein weicheres Einsinken), solange die Höhe stimmt.
Meine persönlichen Empfehlungen
Kundentyp | Empfehlung | Modell-Beispiel | Empfehlung | Preis (je nach Maße) |
Der "Ich habe Nackenschmerzen"-Typ | Visco-Memory Schaum | Emma Elite Stützkissen | "Einfach austauschbare Schaumstoff- und Gelgitterschichten ermöglichen eine individuelle Anpassung." | 130 € |
Der Aktive / Sportler | Memory Foam (High-Tech) | Blackroll Recovery Pillow | "Ideal für die Regeneration. Durch die zwei unterschiedlichen Seiten passt es sich sowohl flachen als auch stark gekrümmten HWS-Typen an – auch auf Reisen." | 100 - 200 € (-10% mit meinem Rabattcode "PHYSIOTIM-10") |
Der "bauschige"-Typ | Federkern | RIBECO Taschenfederkern | "Stützender Komfort trifft hierbei auf hohes Füllvolumen." | 55 - 75 € |


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